Ein aufschlussreiches Symposium zum Thema „Ritualising in Corona Times“ der Karls Universität in Prag geht zu Ende.

Viele interessante Impulsreferate bez. Umgang von Festivitäten und Ritualen mit der Corona-Pandemie von Forschenden, Künstlern und Organisatoren aus Europa, Amerika und Asien haben alles in einen globalen und wissenschaftlichen Kontext gesetzt. Einerseits geht es um die sozio-kulturelle Bedeutung und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen lebendigen Traditionen (immaterielles Kulturerbe, wie z.B. die Basler Fasnacht mit dem Projekt „Dokumentation Basler Fasnacht“ oder Vogel Gryff mit der Buchpublikation), andererseits aber auch um die lessons learned, wie wir Krisen bewältigen und unsere Kulturerben trotz Rücksicht auf Schutzmassnahmen weiterhin pflegen und ausüben können. Immaterielles Kulturerbe muss stattfinden können, sonst ist es bedroht. Noch immer werden Rituale und Festivitäten von der Politik zu wenig in ihrer sozio-kulturellen Bedeutung bewertet und betrachtet – es gibt noch viel Lobby-Arbeit zu tun – sowohl auf kantonaler, wie auch auf Bundesebene.

Bild: Alain Grimm präsentiert das Projekt „Dokumentation Vogel Gryff 2021″ am internationalen Symposium „Ritualising in Corona Times“ an der Karls Universität in Prag (18./19. September 2021).

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Grimm Kultur&Management GmbH

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen